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Stefan Stappung, Oberministrant der Pfarrei Muri

Stefan Stappung, Oberministrant in der Pfarrei Muri/AG, im Talk mit Dominik Hasler. Stefan erzählt, wie er zum Ministrantendienst gekommen ist und was seine Aufgaben als Oberministrant sind. Ausserdem stellt er das reichhaltige Freizeitprogramm seiner Ministrantenschar vor. Das Video ist Teil der Spezialausgabe zum Thema "Ministranten".
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Ein Gespräch mit Stefan Stappung, Oberministrant in der Pfarrei Muri/AG.

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe in der Spezialreihe von" KathTalk" zum Thema Ministranten. Wir haben hier unser Studio in Zug am Ministrantenfest aufgestellt und haben ein paar Experten in Sachen Ministrieren eingeladen, wie hier Stefan, ein Oberministrant aus Muri. Nun wollen wir erfahren, was er unter ministrieren versteht und was es ihm bedeutet, Oberministrant zu sein. Hallo Stefan, schön bist du vorbeigekommen um uns etwas zu erzählen. Vielleicht gleich als erstes. Wenn du zurückschaust. Was war der Auslöser, dass du gesagt hast: Ich will ministrieren.

Das war nach der Erstkommunion. Da dachte ich: "Das gefällt mir." Beim Gottesdienst mitwirken und dort oben zu stehen. Dann habe ich gedacht, dass ich mich doch mal anmelde. Da habe ich ein Anmeldeformular bekommen und das ausgefüllt.

Was war denn der erste Kontakt? Hat dich jemand geschupft oder entstand das aus der Beobachtung aus der Bank?

Das kam von mir aus. Ich war ein paar Mal mit den Eltern in der Kirche. Dann hatte ich Erstkommunion. Das hat mir gut gefallen. Dann kamen sie in den Religionsunterricht, um Werbung zu machen. Da haben sie ein wenig erzählt. So gefiel mir das immer besser und dann habe ich die Entscheidung gefasst, dass ich das mache. Dann wurde ich ausgebildet und wurde innerhalb eines Gottesdienstes aufgenommen.

Jetzt hast du den Schritt zum Oberministranten gemacht. Warum bist du weitergegangen?

Mir hat das gefallen. Verantwortung zu übernehmen, mit den Jugendlichen zusammen zu sein, etwas zu organisieren. Ich bereue es bis jetzt nicht. Es gefällt mir gerade als Oberministrant sehr gut.

Was sind deine speziellen Aufgaben als Oberministrant?

Wir bilden seit Anfang Jahr die Ministranten aus. Dann machen wir vier Mal im Jahr einen "Morgen". Den organisieren wir und leiten ihn. Wie auch das Minifest. Da haben wir die Reise organisiert. Sonst organisiere wir auch die Zusammenkünfte, die Reisen oder Abende.

Jetzt hast du gesagt, dass ihr auch zuständig seid, die Ministranten auszubilden. Was ist da der Lehrgang, den ihr da macht? Was beinhaltet der?

Am Anfang fängt es eigentlich damit an, wie man die Hände faltet und wie man läuft. Dann bringen wir ihnen Grundsätzliches bei, wie den Ablauf vom Gottesdienst, die Liturgie, wie das funktioniert, mit den Farben und auch den Sinn vom Ministrieren. Am Schluss haben sie noch so eine Art Prüfung. Eine Zusammenfassung.

Kannst du formulieren, was für dich ein guter Ministrant ist?

Ein guter Ministrant ist nicht einer, der es besonders gut kann, natürlich auch, aber grundsätzlich ist es einer, der es aus Überzeugung macht, aus dem Herzen raus. Einer, der mit Leib und Seele dabei ist. Da kann es gut mal sein, dass ein Fehler passiert. Das passiert jedem.

Ich nehme jetzt mal an, dass du so ein guter Ministrant bist. Was gibt es denn da jetzt auf den Glauben bezogen, für einen Zusammenhang bei dir? Aus Überzeugung Ministrant sein, was heisst das konkret? Hat das was mit dem Glauben zu tun?

Ja ganz sicher. Wenn ich nicht glauben würde, wäre ich nicht Ministrant, dann ginge ich nicht in die Kirche und wäre nie mit dem in Kontakt gekommen. Die Überzeugung ist in dem Sinne, dass ich dran glaube, was ich mache und mir bewusst bin, für was es nützt und für was ich es brauche. Nicht, dass ich es unbewusst mache, sondern ich es wirklich bewusst mache.

Reicht das für die Kinder zum Ministrant werden? Wenn du sagst, es gehe darum, dass sie überzeugt sind. Wie holt ihr neue Ministranten hier hin?

Wir machen Werbung, erklären kurz das Ministrieren, gehen in den Religionsunterricht und sagen dann auch, dass es Gruppenstunden gibt und dass es auch eine Reise gibt. Und legen dann so ein paar "Zückerli" aussen drum.

Kannst du von diesen "Zückerli" noch erzählen? Was habt ihr für ein Freizeitangebot?

Wir haben wie gesagt diese vier "Morgen" und dann einmal im Jahr diese Reise. Da gehen wir entweder zum Minifest oder gehen sonst wo hin. Und dann haben wir noch die älteren Minis ab 15 Jahren. Die haben ihre eigene Gruppe und machen dann auch mal am Abend etwas. Wir gehen aber auch mal ins Alpamare oder planen zur Zeit, in den Europapark zu gehe. Alle zwei Jahre haben wir auch noch eine Reise. Vor zwei Jahren waren wir in Rom diese Jahr im Frühling gehen wir nach Budapest. Das ist auch nur für die älteren Minis. Und dadurch können wir sie auch verleiten, dass sie länger bleiben.

Ist es einfach, neue Ministranten zu finden?

In Muri bei uns ist es nicht so schwierig. Wir haben sicher immer genug Ministranten und müssen nicht darum kämpfen. Letztes Jahr ging es ein wenig zurück. Als ich kam, kamen mit mir 14 Neue. Dieses Jahr waren es nur noch acht. Es geht schon ein wenig zurück, ist jetzt aber nicht so, dass wir Ministrantenmangel haben.

Jetzt hast du vorher gesagt, dass für dich Ministrant zu sein eine Überzeugungssache ist. Merkt man dir diese Überzeugung auch ausserhalt der Kirche an? Wird im Kollegenkreis darüber geredet, dass du Ministrant bist, oder erzählst du ihnen nichts davon?

Viele meiner Kollegen sind Ministranten und das macht es einfach. Wir reden darüber. Für uns ist es selbstverständlich. Aber in der Schule rede ich nicht gross darüber. Leider ist es heute so, dass die Jungen eher weg kommen von der Kirche. Und wenn du sagst, du gehst in die Kirche, dann schauen sie dich als Spinner an.

Und was entgegnest du denen dann?

Es sei meine Sache und dass sie selber sicher auch Sachen machen, die nicht mehr so modern sind. Dann lassen sie mich meistens in Frieden.

Danke vielmal, dass du uns einen kleine Einblick ins Ministrieren und in die Aufgaben von einem Oberministrant gegeben hast. Vielleicht hast du ja den einen oder anderen neuen Ministrant überzeugt, dass er auch kommt. Vielen Dank hast du dir Zeit genommen.
Auch euch liebe Zuschauerinnen und Zuschauer danke ich ganz herzlich, dass ihr bei diesem Talk dabei gewesen seid. Wenn ihr weiterhin informiert werden wollt, wann der nächste Talk erscheint, dann meldet euch bei unsere Facebookgruppe an. Oder ihr könnt euch beim Newsletter anmelden, falls ihr noch nicht bei Facebook dabei sind. Es würde mich freuen, euch beim nächsten Mal wieder begrüssen zu können. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit.


Mit Stefan Stappung, Oberministrant der Pfarrei Muri, unterhielt sich Dominik Hasler.
Zug, 28. August 2011.
© 2011 HASLER4u GmbH


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