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Marion Stocker, Oberministrantin der Pfarrei Muri

Marion Stocker, Oberministrantin der Pfarrei Muri/AG, im Talk mit Dominik Hasler. Marion erzählt von speziellen Momenten in ihrer Ministrantenkarriere, den verschiedenen Diensten, die man als Ministrant ausführt und warum sie Ministrantin geworden ist. Das Video ist Teil der Spezialausgabe zum Thema "Ministranten".
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Ein Gespräch mit Marion Stocker, Oberministrantin in der Pfarrei Muri/AG.

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe in der Spezialreihe "Ministranten" von KathTalk. Wir haben das Studio in Zug am Ministrantenfest aufgebaut. Hier haben wir ganz viele Ministrantenprofis vor Ort. Ein solcher Profi habe ich jetzt bei mir im Studio. Marion ist Oberministrantin und sie erzählt uns jetzt von ihrem Ministrant-sein und was sie dazu beweg hat, Ministrant zu werden.
Marion, herzlichen Dank, dass du dir Zeit genommen hast und vorbei gekommen bist. Gleich zu beginn. Was interessiert dich am Ministrieren so sehr, dass du Ministrantin sein willst?

Ich finde es toll, in der Gruppe, auch mit den Kleinen zusammen, den Glauben zu leben. Das stärkt auch den Glauben.

Kannst du dich an deinen Ministrantenweg erinnern? Wie bist Ministrantin geworden?

Ich bin eigentlich Ministrantin geworden, weil mein Bruder ministrierte und ich ihn immer dafür bewundert habe, dass er dort vorne steht. Danach bekamen wir Besuch im Religionsunterricht. Daraufhin konnten wir uns anmelden, wurden eingeführt und in einem Gottesdienst aufgenommen.

Jetzt hast du ja einen Teil deiner Ministrantenzeit hinter dir. Gibt es irgend einen speziellen Moment, an den du immer noch denkst?

Speziell finde ich einfach die Hochfeste. Der Spätgottesdienst an Weihnachten und auch die Osternacht. Das ist jedes Jahr einfach wieder toll, schön und speziell. Mit Weihrauch und Kerzen.

Kannst du für die Kinder, die sich überlegen, Ministrant zu werden, erzählen, welche verschiedenen Dienste es als Ministrant gibt?

Es gibt die Gabenbereitung, wo man die Gaben auf den Altar bringt, Opfer einziehen, mal mit einer Kerze irgendwo stehen oder Weihrauch. Aber es sind ja alle Aufgaben gleich wichtig. Ob man etwas Kleines macht oder die Gaben auf den Altar bringen darf.

Trotzdem, wenn ich mich selber an meine Ministrantenzeit zurück erinnere, macht man das Eine oder Andere doch lieber. Was machst du am liebsten, wenn du auswählen kannst?

Ich bevorzuge nichts, ich mache alles gleich gerne.

Jetzt hast du die Zeit vom normalen Ministrant hinter dir. Jetzt bist du Oberministrantin. Was hat dich dazu bewogen Oberministrantin zu werden?

Ich möchte die neuen Ministranten motivieren, dass sie möglichst lange bleiben und die Jungen dann wieder nachziehen. Das gefällt mir. Ich möchte einmal Lehrerin werden und da gefällt mir der Umgang mit den kleineren Kindern.

Was ist als Oberministrantin deine spezielle Aufgabe im Vergleich zu vorher?

Wir führen die neuen Ministranten ein, leiten Gruppenstunden und organisieren verschiedene Sachen.

Was sind die Bestandteile der Einführung in den Ministrantendienst?

Die Proben sind im Sommer am Mittwochnachmittag. Da lernt man, was man genau machen muss, wie man laufen muss und den Ablauf des Gottesdienstes.

Wie sieht es in eurer Schar aus? Hat es genug Ministranten, oder müsst ihr euch darum bemühen , dass neue Ministranten kommen?

Wir sind genug Ministranten. Immer so um die 50.

Was macht das Ministrieren so attraktiv? Es gibt ja noch andere Angebote..

Ich denke, dass man Ministrant aus Überzeugung wird. Am Anfang merkt man das vielleicht noch nicht so. Aber später, wenn man ein bisschen älter ist, entscheidet man sich entweder für die Kirche, für den Glauben, für die Andern, oder man steigt dann leider aus. Wir machen ja noch viele Sachen nebenbei. Treffen, Ausflüge etc.

Was macht ihr denn, um die Ministranten bei Laune zu halten, damit sie nicht wieder gehen?

Wir machen vier Mal im Jahr am Samstagmorgen ein Treffen, wo wir spielen und basteln. Dann haben wir Minireisen, es ist ein Fondueabend geplant, Schlafen im Stroh und wir machen auch noch für die älteren Ministranten, ab 15 Jahren, alle zwei Jahre eine Reise, nach Rom, Budapest, Paris oder gehen in den Europapark und ins Alpamare.

Wie sieht es mit der Geschlechterverteilung aus? Wenn ich im Talk herumschaue, bist du die Einzige Frau, die gekommen ist... Es sind zum grössten Teil Männer, die zumindest mal vor die Kamera getreten sind. Wie erlebst du das im Ministrantendienst?

Bei uns ist es ziemlich ausgeglichen. Ich bin bei uns jetzt zwar die einzige Leiterin, aber bei den Kleinen ist es ausgeglichen.

Unter Ministrantendienst versteht man, in der Messe am Sonntag diesen Dienst auszuüben. Jetzt hast du von den speziellen Anlässen, die ihr organisiert, erzählt. Gibt es einen Zusammenhang vom Ministrieren und deinem Glauben? Oder ist es nur, weil du ministrieren cool findest, da man nach Rom reisen kann etc. Bist du drum Ministrant, oder hat es da eine Verbindung?

Diese Reisen haben sicher auch ihren Reitz. Aber wenn ich nicht glauben würde, dann würde ich auch nicht ministrieren. Wie schon gesagt, finde ich es toll, in der Gruppe, mit den Kleinen zusammen und mit den Gleichaltrigen zusammen etwas zu machen. Das ist das, was es ausmacht.
Du hast gesagt, dass man Ministrant aus Überzeugung sei. Ist es auch ein Thema in deinem Kollegenkreis? Wird da drüber geredet? Wie sind da die Reaktionen von deinen Kolleginnen?

Ich habe verschiedene Kollegenkreise. Der eine Kollegenkreis besteht wirklich aus Ministranten und Ministrantinnen. Da ist das schon ein Thema. In der Schule wissen sie es. Aber ich rede nicht gross darüber. Da sie sich nicht dafür interessieren.

Danke vielmal , dass du uns einen Einblick in dein persönliches Ministrant-sein gegeben hast. Was du für Aufgaben hast etc. Vielleicht hat der Eine oder Andere ja zugeschaut, der sich überlegt, Ministrant zu werden und der hat jetzt, auf Grund deiner Äusserungen sich dazu entschlossen, Ministrant zu werden. Danke, dass du da warst.
Danke auch euch, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, dass ihr zugeschaut habt und dabei geblieben seid. Wenn ihr darüber informiert werden wollt, wann der nächste Talk der Ministranten rauskommt, dann meldet euch doch für einen Newsletter an, oder werdet Mitglied bei unserer Facebookgruppe. Wenn ihr selber etwas zum Thema Ministrant-sein schreiben wollt, oder auch eine Reaktion auf das, was Marion gesagt hat, dann findet ihr unterm Video die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen. Es würde mich freuen, wenn ich euch bald wieder auf der Plattform KathTalk begrüssen dürfte. Bis dahin eine gute Zeit.


Mit Marion Stocker, Oberministrantin der Pfarrei Muri, unterhielt sich Dominik Hasler.
Zug, 28. August 2011.
© 2011 HASLER4u GmbH


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