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Dominik Reding, Oberministrant aus Cham

Dominik Reding, Oberministrant aus Cham, im Talk mit Dominik Hasler. Dominik Reding über seinen Weg zum Ministranten und über die Ministrantenschar in seiner Pfarrei. Auch er spürt die Schwierigkeit, neue Kinder für den Ministrantendienst zu gewinnen, weil es noch so viele andere Angebote gibt. Das Video ist Teil der Spezialausgabe zum Thema "Ministranten".
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Ein Gespräch mit Dominik Reding, Oberministrant aus Cham.

Herzlich willkommen zu einer Spezialausgabe von "Kathtalk", zum Thema Ministranten. Wir sind hier am Ministrantenfest in Zug und ich habe verschiedene Leute, die Auskunft geben können, eingeladen. Hier sind ja heute alle Profis versammelt. Bei mir ist jetzt Dominik, ein Oberministrant. Schön, hast du dir Zeit genommen hast und vielen Dank, dass du gekommen bist.
Gleich zu Begin: Was hat dich zum Ministrantendienst gebracht?

Bei uns in Cham ist es immer so, dass zwei bis drei Oberministranten in die Schule kommen, um den Ministrantendienst vorzustellen. Sie haben damals ein Gewand mitgenommen und das konnte man anziehen. Dies hat total Spass gemacht. Dann habe ich das zu Hause abgegeben und dann hat meine Grossmutter gesagt, ich solle doch zu den Ministranten gehen. Das hab ich dann gemacht, weil sie Freude daran hatte.

Ursprünglich hast du wegen der Grossmutter begonnen, ist heute auch ein eigener Wille da?

Ja natürlich. Sonst wäre ich nicht Leiter.

Was macht es für dich aus, Ministrant zu sein, was heisst es für dich?

Das Ministrieren selber macht es aus. Aber auch das Zusammensein im Leiterteam. Wir haben ein super Leiterteam, gehen abends auch mal zusammen weg. Dann das Zusammensein mit den Kindern und Ausflüge organisieren. Das macht alles sehr Spass und man kann für später Erfahrungen sammeln.

Jetzt bist du Ministrantenleiter. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?

Bei uns ist die, die den Plan schreibt, aus dem Leiterteam ausgestiegen. Daraufhin haben sie jemanden gesucht. Ich habe mich gemeldet, weil ich auch mal etwas zurück geben wollte. Und in einem gewissen Alter sind alle Ministranten Leiter. Wir sind 7 bis 8 Leiter und da hat jeder ein Ämtli. Es ist einfacher, wenn jeder etwas Kleines macht, als wenn Einer alles machen muss.

Jetzt bist du auch zuständig für die Ministrantenausbildung. Wie wird man Ministrant?

Das erste Mal hören die Schüler auf dem Weg zur Erstkommunion von den Ministranten. Das ist in der 3. Klasse. Da besuchen die Leiter die Klasse, nehmen die Gewänder mit und stellen das Ministrieren vor. Da können sie alles ausprobieren. Nach den Sommerferien fängt dann die Ausbildung an. Das heisst, dass sie sich bis zu den Herbstferien einmal in der Woche 1.5 Stunden alles einprägen, damit sie es sich nachher verinnerlicht haben. Dann basteln sie auch noch, da die Aufnahme immer zu einem Thema stattfindet.

Was ist denn genau der Inhalt von dieser Ausbildung? Was lernen sie in dieser Zeit?

Jeder Pfarrer will, dass die Ministranten es auf seine spezielle Art machen. Die Gabenbereitung, abräumen, etc. Bei uns wird z.B. das Buch immer von den Ministranten geholt, die Torchen werden getragen. Die Ausbildung beinhaltet auch, dass sie nicht überfordert fühlen, wenn sie mal ministrieren müssen, ohne dass ein Leiter da ist.

Jetzt seid ihr ja als Schar organisiert. Es hat mehrere Ministranten und es ist nicht so, dass ihr nur am Sonntag ministriert. Da gibt's ja noch andere Sachen rund herum. Was bietet ihr den Ministranten?

Wir veranstalte jedes Jahr ein Herbstlager, machen Ausflüge, Spielnachmittage, Fackellauf, Bräteln.. Was uns halt so einfällt.

Ist das auch ein bisschen, um die Ministranten bei Laune zu halten? Ist es schwierig, an neue Ministranten zu kommen?

Es ist momentan sehr schwierig. Die meisten gehen ja schon in die Jubla, machen Judo oder Fussball. Dann haben sie meistens keine Zeit mehr. Diese Nebenangebote sind da, um herauszuheben, dass man nicht nur am Sonntag in die Kirche muss, sondern rundherum auch noch etwas läuft.

Das Ministrant-sein ist ein Dienst im Gottesdienst in der Kirche. Ist das für dich etwas, wo du nur machst, weil deine Eltern in die Kirche gehen und es dir langweilig ist, nur im Bank zu sitzen? Oder hat das Ministrieren auch einen Zusammenhang mit deinem Glauben? Spielt es eine Rolle, dass du ministrieren kannst?

Für mich spielt es eine Rolle. Ich fühle mich so näher bei Gott und es macht mir mehr Spass, als nur im Bank zu sitzen. Man macht mit, hilft mit und das finde ich wichtig.

Wenn du in deinen Kollegenkreis hineinschaust, ist das Ministrant-sein ein Thema? Redest du mit ihnen darüber, dass du ministrierst?

Ich habe es ihnen gesagt. Sie akzeptieren es und sie fragen auch nach. Sie finden es aber auch cool, was wir so organisieren.

Ich finde es schön, dass du dich für den Ministrantendienst und für deine Oberministrantenrolle so einsetzt. Ich wünsche ich dir alles Gute, und dass ihr vor allem viele Ministranten findet. Vielen Dank, dass du da warst. Und auch euch danke ich fürs Zuschauen. Wenn ihr informiert werden wollt, wann die nächste Ausgabe von diesem "Special" rauskommt, dann meldet euch doch bei unserer Facebookgruppe an. Ihr könnt auch den Newsletter abonnieren. Dann werdet ihr informiert, wann die nächste Folge rauskommt. Es würde mich sehr freue, wenn ich euch da wieder sehe. Bis dahin eine gute Zeit.


Mit Dominik Reding, Oberministrant aus Cham, unterhielt sich Dominik Hasler.
Zug, 28. August 2011.
© 2011 HASLER4u GmbH


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