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David Schöpf über den YouCat

David Schöpf im Talk mit Martin Niederer über den YouCat. David erzählt von seinen Erfahrungen, die er beim Lesen des YouCat gemacht hat. Er spricht über den Aufbau und die Tauglichkeit des Katechismus, der speziell auf Jugendliche zugeschnitten ist.
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Ein Gespräch mit David Schöpf über den YouCat.

Hallo und herzlich willkommen zum KathTalk. Im Zentrum des heutigen Gesprächs steht der Jugendkatechismus der katholischen Kirche. "YOUCAT". Dies ist ein Buch, welches den katholischen Glauben in einer jugendgerechten Sprache erklärt. Die Initiative zur Erstellung dieses Buches kam nicht vom Vatikan oder vom Papst, sondern von Jugendlichen selbst, die gesagt haben: "Hey, den Katechismus, den es für die Erwachsenen gibt, ist viel zu kompliziert. Das verstehen wir nicht." Dann haben sie mit Theologen und Theologinnen in einem Sommercamp diskutiert. Was dabei herausgekommen ist, steht jetzt in diesem Buch. Wie es bei Jugendlichen ankommt und ob es etwas bringt, hat mich interessiert. Darum habe ich einen jungen Katholiken eingeladen, der dieses Buch gelesen hat und nun möchte ich mit ihm darüber diskutiere. Er heisst David Schöpf, ist 20 Jahre alt, kommt aus dem Kanton Fribourg und macht die Ausbildung zum Primarlehrer an der pädagogischen Hochschule.
David Schöpf, herzlich willkommen, schön bist du da und nimmst dir die Zeit für dieses Gespräch. Du hast "YOUCAT" gelesen. Ich kann mir vorstellen, dass ein Kriminalroman spannender ist. Wieso hast du dieses Buch gelesen? Was waren deine Beweggründe?

Ich habe vom "YOUCAT" gehört. Grundsätzlich: Ich bin mit dem katholischen Glauben aufgewachsen. Ich habe gehört, dass es "YOUCAT" gibt. Die Vereinfachung des Katechismus für Jugendliche. Das hat mich interessiert. Ich war grundsätzlich dem Ganzen kritisch gegenüber eingestellt. Ich war mir nicht sicher, ob man so ein komplexes Thema auf eine abstrakte Art und Weise Jugendlichen erklären kann, dass die Inhalte trotzdem so rüber kommen, wie sie sind. Dann habe ich gehört, dass der Papst relativ fest dahinter steht. Ich habe dann auch den Brief von ihm bezüglich "YOUCAT" gelesen und habe gedacht, dass ich das gerne überprüfen möchte, wie es wirklich ist und ob es mich ansprechen würde.

Was hat er denn in diesem Brief geschrieben, was dich angesprochen hat? Was hat dich dazu bewogen, das Buch zu lesen?

Dass er dahinter steht. Sein Brief wurde auch im Buch abgedruckt. Er hat erklärt, wie das mit dem Katechismus gekommen ist, und dass "YOUCAT" eine gute Sache ist. Er hat dazu ermutigt, dieses Buch zu lesen. Dies hat mich dazu bewegt.

Wie hat das auf dich gewirkt. Ich kann mir vorstellen, dass es spannenderer und kürzere Bücher gibt. Es ist ja doch relativ umfangreich. Wie ist es dir ergangen, als du es gelesen hast?

Ich finde es gut, dass es verschieden Themen hat. Und jedes Thema ist ein Thema für sich. Das heisst, dass man nicht alle Fragen von 1 bis 600 durchlesen muss. Man kann spezielle Fragen lesen, da sie unabhängig voneinander geschrieben ist. Das hat mir gefallen. Themen, die mir schon bekannt waren, konnte ich auslasen und zu anderen springen, die mich interessiert haben. So konnte man auslesen, was einen interessiert.

Welche Themen haben dich besonders angesprochen?

Vor allem die zwei Bereiche über die christlichen Mythen. Die Liturgie, wie man sie feiert, was dazu gehört und wie man betet. Ich finde, dass man da immer dazulernen oder auffrischen kann.

Was hast du jetzt ganz konkret über die Liturgie, über einen Gottesdienst gelernt, was du jetzt mitnimmst?

Zum Beispiel was während der Wandlung genau geschieht. Damit man sich während einer Messe vorstellen kann, was passiert und was der Priester vorne macht. Dies sind Sachen, die man sieht aber auch nicht sehen kann. Dies verdeutlicht dieses Buch auch.

Und jetzt aufs Gebet bezogen? Wenn du sagst, es hätte ein Kapitel "Beten"?

Das ist schwierig zu beantworten. Das Kapitel besteht auch zu einem grosser Teil aus "Wie soll ich beten". Es wird einem nahe gelegt, dass man beim Gebet die Verbindung zwischen Erde und Himmel hat und dass man sich dessen bewusst sein soll. Man redet wirklich mit Gott. Darum sollte man nicht einfach etwas vor sich hinplappern.

Findest du, dass du ein besserer Katholik bist, da du jetzt dieses Buch gelesen hast?

Nein. Nur das Buch zu lesen, bringt nichts. Es bringt nur etwas, wenn man es auch umsetzt.

Gibt es andere Aspekte, die du gelesen hast ,die dir jetzt neu sind? Gibt es Aspekte, die du gut findest, oder nicht gut findest, da du damit nicht einverstanden bist?

Es hat nicht viel gegeben, was mich gross überrascht hat. Ich wusste über vieles schon Bescheid. Es war mehr für Weiterbildungszwecke sinnvoll.

Du hast gesagt, dass du den Glauben durch deine Familie mitbekommen hast. Glaubst du, dass "YOUCAT" eine Hilfe für Jugendliche ist, die nichts von zu Hause mitbekommen haben?

Wenn man daran interessiert ist, ist es sicher eine grosse Hilfe. Wenn man nicht daran interessiert ist, wird man es öffnen und sich fragen, was man damit soll. Es ist nicht wie ein Roman, der einen packt und fasziniert. Es hat keinen Höhepunkt oder wird spannend. Es geht mehr darum, dass, wenn man sich für den Glauben interessiert, einige Sinnes- / und Lebensfragen geklärt werden können.

Das Buch ist nach dem Frage-Antwort-Prinzip aufgebaut. Windest du das eine gute Variante? Oder denkst du, dass man es anders machen müsste?

Ich finde es gut. Vor allem für Jugendliche. Wenn sie an so einem Buch interessiert sind, kommen sie bestimmt mit den Fragen: "Wieso überhaupt, für was, warum etc.". Ich finde es gut, dass sich viele mit den Fragen identifizieren können.

Findest du auch noch Fragen, die noch fehlen, nachdem du das Buch durchgelesen hast? Hat es noch Aspekte, die du vermisst, die nicht abgedeckt werden?

Eigentlich nicht. Um diese Frage beantworten zu können, müsste man alles genau studieren. Das kann ich jetzt nicht beantworten.

Ist es gut, wenn man dieses Buch alleine liest, oder sollte man es besser mit anderen zusammen lesen? Was sagst du dazu? Was ist die beste Vorgehensweise?

Das gibt es nicht, eine "beste Vorgehensweise". Es kommt auf den Typ darauf an. Es gibt solche, die lieber alleine lesen oder die, die zusammen lesen und dann noch diskutieren. Es gibt aber auch die, die es alleine lesen und dann in einer Gruppe diskutieren, oder die, die es für sich lesen und dann alleine darüber nachdenken. Das muss jeder für sich entscheiden.

Ich höre, dass du gegenüber "YOUCAT" sehr positiv eingestellt bist. Du konntest einiges heraus nehmen und umsetzten. Gibt es auch Punkte, die du negativ siehst?

Nicht am Buch selber. Inhaltlich kann man nicht viel verändern, da es von der Kirche gegeben ist. Was mir von Anfang an nicht so gepasst hat, ist das Layout. Als ich es aufgeschlagen habe, hat es mich an das Geschichtsbuch meiner Schule erinnert. Mit den gelben Seiten und den Bildern. Es hat mich persönlich nicht so angesprochen. Ich weiss nicht, wie es für andre ist. Aber in dem Moment hätte ich es am liebsten wieder zugemacht.

Persönlich für dich: Wie müsste es gestaltet sein? Mehr Text, Fotos, weniger Farben?

Das ist das Schwierige an der Sache. Es so hinzubringen, dass es der Mehrheit gefällt. Allen gefallen kann es sowieso nicht. Für mich persönlich müsste der gelbe Teil weg. Vielleicht mehr mit abstrakten Sachen, wie mit Comics oder so. Das hätte für mich besser gepasst, um es zu vereinfachen und es ein bisschen lustiger und interessanter zu gestalten.

Würdest du "YOUCAT" nochmal lesen? Ist es ein Werk, auf das du immer wieder zugreifen würdest? Oder denkst du: "Ich hab's gelesen, ich weiss, was drin steht."?

Bei "YOUCAT" geht es um den ganzen christlichen Glauben. Das ist extrem schwierig, dass man nach einmal lesen alles weiss. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch ein Buch ist, welches man immer wieder nach vorne nimmt, um nachzublättern, wenn man Fragen zum Glauben hat. Es kann dir immer wieder neue Fragen beantworten.

Denkst du, dass du für andere Jugendliche im "YOUCAT" nachlesen und zeigen würdest, wie es genau ist, wenn sie Fragen hätten?

Ja sicher. Ich denke schon.

Du hast vorher gesagt, dass man am Inhalt nicht viel verändern könne, da es von der katholischen Kirche komme. Findest du es ein bisschen eng? Findest du, dass es ein bisschen Breiter sein könnte, damit eine Diskussion entstehen könnte?

Ich finde es eigentlich gut. Heute ist immer die Frage, ob die Kirche zu konservativ sei, dass das die alten Regeln seien, die die Kirche hätte und ob man sich an die heutige Zeit anpassen solle, da man immer mehr in die Moderne gehe. Ich finde es aber gut, dass man bei dem Alten bleibt und zeigt, was überhaupt die Tradition der Kirche ist und was dazu gehört. Das hat man ja durch den vatikanischen Konzil festgelegt.

Würdest du dieses Buch weiter empfehlen?

Absolut. An alle Jungen und Alten, die Fragen zum Glauben haben. An was sie glauben, warum sie glauben, aber auch an solche, die sich Sinnesfrage zu ihrem Leben stellen. Da findet man Antworten. Das finde ich gut und darum würde ich es sehr weiterempfehlen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und dich mit dem "YOUCAT" auseinander gesetzt und uns Rede und Antwort gestanden hast.
Euch liebe Zuschauerinnen und Zuschauer danke ich für Euer Interesse. Wer weiss, vielleicht steigen jetzt die Verkaufszahlen von "YOUCAT". Wenn ihr weiter informiert werden möchtet, was die nächsten Themen sein werden, dann könnt ihr euch bei der Facebook-Gruppe oder für einen Newsletter anmelden. Mich würde es freuen, wenn ihr auch das nächste Mal wieder dabei wärt. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit!


Mit David Schöpf, Student aus Fribourg, unterhielt sich Martin Niederer.
Fribourg, 27. Mai 2011.
© 2011 HASLER4u GmbH


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